Vom Internat bis zur Jonglierschule

Welche Schulform ist die richtige für mein Kind? Welche Unterstützung gibt es für lernschwache Schüler? Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt? Wen solche und ähnliche Fragen umtreiben, der war auf den „Bildungstagen München“ gut aufgehoben.

Auslandsstudium

München – Mütter, Väter oder Paare, mit oder ohne den Nachwuchs im Schlepptau, schlenderten am Wochenende an den Ständen der „Bildungstage München“ vorbei. Sie waren wegen bestimmter Aussteller gekommen oder wollten sich einen Überblick über das Thema Erziehung und Bildung verschaffen. Dafür bot die Messe wieder die ideale Plattform: (Vor-)Schulen, Krippen und Internate stellten sich vor, andere Aussteller boten Nachhilfe und Coaching, Sprachreisen und Auslandsaufenthalte an. Wir stellen einige Angebote vor:

Volunta – der Freiwilligendienst des Deutschen Roten Kreuzes: Internationale Freiwilligendienste, Schüleraustausch, Praktikum, Volunteering oder Au-Pair, dafür steht Volunta. Sophie Bielawski hat nach dem Abitur ein Jahr in Südafrika verbracht. Sie arbeitete als Lehrerassistentin in Alexandria bei Port Elizabeth und hat dort unter anderem nachmittags Kinder und Jugendliche, die aus ärmeren Verhältnissen stammen, bei den Hausaufgaben unterstützt. „Ich wollte einfach mal raus aus Deutschland und neue Erfahrungen sammeln“, erzählt die junge Frau. „Zum Abschied durften wir mit den Oberstufenschülern ein Wochenende am Strand zelten, das war nur eines von vielen schönen Erlebnissen.“

Schule Schloss Salem: Die Schule am Bodensee ist mit 600 Schülern aus über 40 Nationen das größte und international bekannteste deutsche Internat. Für Aufnahmeleiterin Dagmar Berger ist Internatserziehung trotz der steigenden Zahl an Ganztagsschulen ist längst nicht überholt. „Die Tendenz geht heutzutage zu Einzelkindern“, sagt sie. „Im Internat, in dem sich die Kinder und Jugendlichen täglich mit anderen auseinandersetzen müssen, werden ihre sozialen Kompetenzen gefördert.“ Auch was die steigende Bedeutung sozialer Medien betrifft, böte das Internat Vorteile, weil der Medienkonsum der Schüler stärker beobachtet werden würde.

Jonglierschule München: Während die rechte Hand einen Ball senkrecht nach oben wirft und wieder auffängt, soll die linke Hand sich waagerecht bewegen, beim ersten Wurf nach rechts, beim zweiten wieder zurück. Gar nicht so einfach.

Es braucht ein paar Versuche, bis die Übung im Gehirn angekommen ist – und das ist gut so. „Jonglieren beansprucht verschiedene Bereiche in unserem Gehirn, Handeln, Denken, Fühlen“, sagt Stefan Ehlers, der zusammen mit seiner Frau Gabriele die Jonglierschule leitet und das Jonglier-Lernsystem Rehoruli entwickelt hat. „Das Gehirn verbraucht mehr Energie, der Blutfluss wird erhöht und dadurch fällt das Lernen leichter. Kurz gesagt: Wir müssen unser Gehirn mehr fordern, damit es leistungsfähiger wird.“

Kids & More: Die Bildungsmesse wurde heuer mit der Familienmesse „Kids & More“ kombiniert. Leila Kadri Oostendorp ist Inhaberin der Kinder Yoga Welt und gab vor Ort Schnupperstunden. Die Angebote für Kinder sind in Bayern erst in den vergangenen Jahren gewachsen. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Yoga für Kinder und Yoga für Erwachsene“, erklärt sie. „Würde ich mit Kindern Erwachsenen- Yoga machen, würden sie schnell das Interesse verlieren.“ So bettet die Yogalehrerin die Asanas, also die Übungen, in eine Geschichte ein, die Kinder können ganz darin eintauchen, werden zum Baum, Löwen oder Berg.

Je älter die Kinder werden, desto mehr lässt sich die Fantasiereise in den Hintergrund rücken. „Während dieser Stunde sollen die Kinder zur Ruhe kommen, sich konzentrieren und bewegen – und natürlich Spaß haben.“

von Teresa Pancritius

 

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