Waldorf-Schulen und -Einrichtungen

Eine Waldorfschule (auch: Rudolf-Steiner-Schule und in Deutschland Freie Waldorfschule[1]) ist eine Schule, an der nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik beruht auf der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners.[2] In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich genehmigte oder staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreiten sich Waldorfschulen auch in anderen Ländern.

Waldorf-Schulen, die sich im Bund der Freien Waldorfschulen organisieren, sind einheitliche Volks- und höhere Schulen und umfassen die Jahrgangsstufen 1 bis 13. Ihr Lehrplan und die entsprechende Methodik richten sich nach der altersspezifischen Gesamtentwicklung des Kindes und folgen damit den pädagogischen Anregungen Rudolf Steiners, dem Begründer der Waldorfpädagogik.

Heilpädagogische Waldorfschulen gehören dem Verband Anthropoi für anthroposophisches Sozialwesen an. Logo der Waldorf-Schulen und -EinrichtungenDer Verband ist ein Zusammenschluss von Menschen, Initiativen und Einrichtungen, die ihren sozialen Auftrag aus der Anthroposophie Rudolf Steiners heraus gestalten.

Waldorfkindergärten sind autonom. Über die Vereinigung der Waldorfkindergärten haben sie sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Antworten auf die drängenden Erziehungs- und Bildungsfragen zu suchen und sich gegenseitig in der Arbeit zu unterstützen. 

Jedes Kind ein Könner

Was braucht der junge Mensch, um gesund an Körper, Seele und Geist heranwachsen und sich gemäß seinen Begabungen entwickeln zu können? An dieser Frage orientiert sich der Waldorf-Lehrplan. Didaktik und Methodik sind dabei sensibel auf die jeweiligen Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.

Mit einer ganzheitlichen Bildung begleitet die Waldorfpädagogik Kinder und Jugendliche von früher Kindheit an bis zum Ende ihrer Schulzeit.

Waldorfschulen bestehen seit 1919

 Junge Menschen erhalten seitdem in Waldorfschulen unabhängig von ihrer sozialen sowie religiösen oder nationalen Herkunft eine gemeinsame Erziehung und Bildung. Integration und Inklusion sind ein zentrales Anliegen der Waldorfeinrichtungen.

Informieren Sie sich über die Waldorf-Schulen und -Einrichtungen auf den Bildungstagen München!

      • Weltweit gibt es 1.100 Waldorfschulen, mehr als 500 heilpädagogische Einrichtungen und fast 2.000 Waldorfkindergärten in über 80 Ländern
      • Waldorfkindergärten, heilpädagogische Einrichtungen und Schulen in Freier Trägerschaft
      • In den Waldorfschulen gibt es zwei Fremdsprachen ab der 1. Jahrgangsstufe, meist Englisch und Französisch, aber auch Russisch und Spanisch