Neue Studiengänge an bayerischen Universitäten

Neue Studiengänge machen fit für die Zukunft: Wer Wirtschaftsinformatik studiert, hat gute Aussichten. IT-Spezialisten sind gefragter denn je. Dieser Entwicklung hat die Corona-Pandemie noch einmal einen enormen Schub verliehen. Foto:PantherMedia / Gorodenkoff

idmredaktion

Neue Studiengänge an bayerischen Universitäten

03 Mrz 2021 Comments Closed 274 Views

Neue Studiengänge an bayerischen Universitäten und Hochschulen wappnen sich für die Zukunft: Ein Studium, mit dem man am Puls der Zeit ist – das wünschen sich viele junge Menschen. Für sie lohnt es sich in jedem Fall, das Angebot an neuen Studiengängen im Auge zu behalten. Denn Hochschulen und Universitäten reagieren in der Regel agil auf Veränderungen und Arbeitsmarktanforderungen. Sie schaffen neue Studienangebote, die genau zugeschnitten sind auf eine immer komplexer und gleichzeitig spezialisierter werdende Welt. In Bayern starten im Sommer- und im Wintersemester wieder viele spannende Studiengänge. Einige davon stellen wir vor:

Die Campus-Akademie der Universität Bayreuth zum Beispiel hat den weiterbildenden Masterstudiengangs „Verantwortung, Führung und Kommunikation (MBA)“ neu entwickelt. Er startet zum Sommersemester 2021 und führt in fünf Semestern zum Abschluss. Im Fokus dieses Studiengangs steht die „Vermittlung werteorientierter Führungs- und Managementkompetenzen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Studiengänge für Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Medizin

Ziel sei, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die vielfältigen Herausforderungen einer Führungsposition im Praxisalltag vorzubereiten. Der Masterstudiengang ist berufsbegleitend und branchenübergreifend. Er richtet sich vorwiegend an zukünftige oder bereits in der Verantwortung stehende Führungskräfte aus der freien Wirtschaft, der Politik oder der Medizin. „Eine fundierte inhaltliche Ausbildung wird in diesem Studiengang mit der Vermittlung sogenannter Soft-Skills kombiniert“, erklärt Professor Eckhard Nagel,. Er ist leitender Studiengangsmoderator und geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth.

Zudem bietet die Universität Bayreuth ab dem Sommersemester 2021 den englischsprachigen Masterstudiengang Global Food, Nutrition and Health (M.Sc.) an. „Zentrale Fragestellung dieses interdisziplinären, in Deutschland einzigartigen Masterstudiengangs ist die Versorgung aller Menschen mit ausreichenden Mengen qualitativ hochwertiger und nachhaltig produzierter Lebensmittel zur Förderung der Gesundheit. Damit also eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, heißt es in einer Pressemitteilung der Uni. Der Zugang zu gesunder und ausreichender Ernährung sei extrem ungleich verteilt. Dies beeinflusse auch die gesellschaftliche Entwicklung, die zudem durch ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten belastet werde. Das berühre gesellschaftspolitische ebenso wie ernährungsphysiologische, politische, ökonomische, ökologische und rechtliche Fragen. „Wir wollen die Studierenden befähigen, komplexe Zusammenhänge und Fragestellungen zu erkennen und zu bearbeiten“, sagt Professor Eckhard Nagel. Er ist maßgeblich für die Gestaltung des neuen Studiengangs verantwortlich. Große Bedeutung habe dabei auch die Überführung in praktische Handlungsempfehlungen etwa für Unternehmen, NGOs oder Regierungen.

IT-Spezialisten sind gefragter denn je

An der Hochschule Landshut startet im Sommersemester der neue Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik. „IT-Spezialistensind gefragter denn je –dieser Entwicklung hat die Corona-Pandemie noch einmal einen enormen Schub verliehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. Eine besondere Form sei der Wirtschaftsinformatiker. Er kombiniere in seinem Fachgebiet die Disziplinen der Informatik mit denen der Betriebswirtschaft. „Wie bereits im Bachelorstudiengang, der im aktuellen CHE-Ranking einen Spitzenplatz einnimmt, steht auch im Master der Bereich der Informatik im Vordergrund“, teilt die Hochschule mit. Die Lehre lege dabei aber besonderen Fokus auf den Gedanken des „Engineerings“. In der Folge ziele der Master darauf ab, Studierende über ingenieurwissenschaftliche und integrative Methoden das Werkzeug an die Hand zu geben, Lösungen für IT-basierte Problemstellungen zu entwickeln.

Auch die Technische Hochschule (TH) Rosenheim erweitert ihr Angebot. Dort starten zum Wintersemester 2021/22 unter anderem die Bachelorstudiengänge Applied Artificial Intelligence und Medizintechnik. Sie müssen formal noch vom Hochschulrat genehmigt werden. Mit diesen Studiengängen unterstützt die TH Rosenheim die Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften für wichtige Zukunftsfelder der deutschen Wirtschaft.

Lebensqualität der Menschen erhöhen

„Medizintechnik vereint zwei Welten, sie verbindet die Ingenieurwissenschaften mit dem medizinischen Fortschritt“, heißt es in einer Pressemitteilung der TH. Dieser bringe zahlreiche Herausforderungen mit sich: Es gelte, den demografischen Wandel, Digitalisierung und Automatisierung zu meistern. Der Medizintechnik komme dabei zentrale Bedeutung zu. „Sie umfasst eine große Bandbreite an Produkten und Verfahren, die Leben retten, Heilungschancen maßgeblich verbessern und die Lebensqualität der Menschen allgemein erhöhen“, erläutert Professorin Nicole Strübbe, die Studiengangsleiterin.

Der Studiengang Applied Artificial Intelligence wird als einziger Studiengang zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Bayern komplett auf Englisch abgehalten. Im Kern handelt es sich laut TH um einen Informatikstudiengang. Neben dem eindeutigen Praxisbezug und der Anwendung von KI liege ein weiterer Schwerpunkt im mathematischen Verständnis der Grundlagen. „Den Studierenden wird vermittelt, wie sie Maschinen das Sehen, Hören, Verstehen und Lernen beibringen und so die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine optimieren und diese weiterentwickeln“, sagt KI-Experte Professor Marcel Tilly von der Fakultät für Informatik. „Darüber hinaus lernen sie einen verantwortungsvollen Umgang mit KI. Sie werden befähigt zu erkennen, was KI darf und was sie nicht darf und welche ethischen Prinzipien dabei zu beachten sind.“

Brigitta Wenninger

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